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Mirabella
Ritter


Anmeldungsdatum: 09.03.2009
Beiträge: 355
Wohnort: NRW, Hünxe

BeitragVerfasst am: Fr Jul 16, 2010 8:55 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Bei uns heißt es Sauerampfer, kann das sein?
Ich grabe die aus, haben so eine tiefe Wurzel. Ich weiß nicht, ob das Essig bis dahin kommt. Und wenn was über bleibt, kommt es vielleicht wieder...
Unsere Nachbarn haben viel Sauerampfer wegbekommen, indem sie es mehrmals im Jahr gemäht haben. Da ist dann nach 2 Jahren nix mehr nachgekommen. ??!!
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Rosa
Stallbursche


Anmeldungsdatum: 19.03.2010
Beiträge: 175
Wohnort: 53347 Alfter

BeitragVerfasst am: Fr Jul 16, 2010 9:18 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Bei uns sagt man auch zu beiden Sauerampfer. Die Blätter vom Krausen Ampfer sind schmäler und an den Rändern so gewellt. Allerdings ist der Krause Ampfer selten bei uns. Das der giftig ist wusste ich auch nicht.

Wikipedia sagt

Vorkommen [Bearbeiten]

Der Krause Ampfer ist circumpolar verbreitet und ist im gesamten eurasischen Gebiet zu finden. Er ist in ganz Deutschland weit verbreitet. Man findet ihn in Unkrautfluren, an Ufern, Gräben, auf Äckern, in Gänseangern, in nassen Wiesen. Er bevorzugt verfestigten, schweren, nährstoffreichen Lehm- und Tonboden. Nach Ellenberg ist er eine Halblichtpflanze, ein Mäßigwärmezeiger, ein Feuchtezeiger, auf mäßig stickstoffreichen Standorten wachsend und eine Klassencharakterart der Kriechstraußgras-Rasen bzw. Flutrasen (Agrostietea stoloniferae).
Erkennungsmerkmale [Bearbeiten]

Der Krause Ampfer ist eine immergrüne, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 30 bis 150 Zentimetern erreicht. Man zählt ihn zu den Hemikryptophyten. Die Grundblätter sind mit einem gestutzten herzförmigen Grund versehen und wachsen vorn zu einer Spitze aus. Die Blattspreiten der Grundblätter sind vier- bis achtmal so lang wie breit, bis 40 cm lang und am Rand gewellt. Der Blattrand ist stark kraus. (Daher erhielt diese Pflanzenart auch ihren Beinamen.)

Seine unauffälligen Blüten sind durch Vormännlichkeit gekennzeichnet. Er blüht von Juni bis August. Seine Blüten werden durch Wind bestäubt. Die Valven sind stets ganzrandig und breiter als die vorhandene Schwiele. Diese ist groß, entwickelt sich früh und verhärtet sich. Die Fruchtstiele sind meist doppelt so lang wie die Valven und oberseits breit kreiselartig geformt. Die Früchte sind im Durchschnitt nur 1,5 bis 1,8 mm breit.
Ökologie [Bearbeiten]

Der Krause Ampfer ist eine Pionierpflanze, die bis 3 m tief wurzelt. Sie ist andromonözisch. Die (größeren) Zwitterblüten sind vormännlich. Durch die getrennte Stellung der beiden Geschlechter ist Selbstbestäubung innerhalb der Blüte unmöglich. Wegen der glatten Diasporen findet sicher keine Klettausbreitung statt, aber Wasserausbreitung ist wahrscheinlich. Zumeist findet Windausbreitung statt. Die Samen können über viele Jahre keimfähig bleiben.
Giftigkeit [Bearbeiten]

Die Pflanze ist besonders durch ihren Gehalt an Oxalaten schwach giftig (auch getrocknet). Hauptwirkstoffe: Kaliumoxalat, freie Oxalsäure, Gerbstoffe, Anthrachinone. Wirkungsmechanismus: lokale Reizung; resorbierte Oxalsäure bindet Blut-Calcium (führt zu Hypocalcämie); Calciumoxalat-Kristalle schädigen bei Ausscheidung die Nieren. Vergiftungssymptome sind: Erbrechen, Durchfall, Kolik, Herzrhythmusstörungen, Hypotonie, Zittern, Lähmungen, Hämaturie/Anurie u. a.

Vergiftungen mit tödlichem Ausgang bei Kindern und Tieren sind bekannt; bei Massenauftreten in Wiesen kann es auch zu Vergiftungen von Weidevieh kommen; Pferde und Schafe sind empfindlich, Rinder etwas toleranter (im Pansen erhöht sich Menge oxalatabbauender Mikroorganismen).
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Grüsse aus Alfter
Stephan
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Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.
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Rosa
Stallbursche


Anmeldungsdatum: 19.03.2010
Beiträge: 175
Wohnort: 53347 Alfter

BeitragVerfasst am: Mo Jul 26, 2010 10:50 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Die Bilder sind nicht die "schärfsten", hatte keine Brille an. Das sind Bilder von einer Weide, ca. 500m von mir weg, auf die in kürze wohl Pferde kommen. Die Samen lassen grüssen. Jkk in Massen.










So sollte man JKK nicht entsorgen.
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Stippi
Ritter


Anmeldungsdatum: 24.09.2005
Beiträge: 1102
Wohnort: EN/NRW

BeitragVerfasst am: Mo Jul 26, 2010 11:31 am Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas:

Zitat:
Die Bilder sind nicht die "schärfsten", hatte keine Brille an


In diesen Satz kann man aber vieles hineininterpretieren........ kaputtlachen


...den anderen Satz klemm ich mir hier.... Embarassed

Aber zum JKK......ich denke auch einfach,daß nach wie vor viel zu wenige Leute wissen,wie problematisch das ist und wie man richtig damit umgehen soll.
Ich hatte mal bei unserer LW-Zeitung angefragt,ob man da nicht eine gesonderte Broschur beilegen kann,weil viele es einfach nicht so ernst nehmen.Und nciht jeder hat im ländlichen Bereich Internet,das stellt mancherorts noch ein Problem dar,da eine Verbindung hinzubekommen..die Älteren interessiert das ja eh nicht.

Aber auch ich habe-trotz aller Vorsicht- auf unserem Grund und Boden wieder "gelbe Feinde" entdeckt....heute nachmittag geht´s mit Handschuhen und Grabegabel ans Werk....

[/quote]
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Gruß Stippi

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Hilflos ist der Bauer ohne Frauenpower!!


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Stier67
Ritter


Anmeldungsdatum: 15.07.2007
Beiträge: 362
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: Mo Jul 26, 2010 12:49 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Im Raum Bruchsal gibt es richtige JKK Kulturen. Das Zeug steht so flächendeckend dass man meinen könnte es wäre gesät worden. Die Bauern haben die Flächen ausgespart beim Heuen. Denke die werden den Bewuchs abmulchen was das dann ja noch schlimmer macht. Bin mal gespannt wie das nächstes Jahr aussieht.
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Mirabella
Ritter


Anmeldungsdatum: 09.03.2009
Beiträge: 355
Wohnort: NRW, Hünxe

BeitragVerfasst am: Mo Jul 26, 2010 1:00 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Also mit unseren Wiesen bin ich mittlerweile zufrieden. Es wachsen zwar
noch vereinzelt Pflanzen, welche dann direkt mit Essig bekämpft werden.
Aber sind nur noch "kleine Pflanzen. Die großen kommen nicht mehr
durch. Ich habe jetzt Hoffnung, dass ich es nächstes Jahr ganz weg habe...
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doris
Ritter


Anmeldungsdatum: 26.07.2002
Beiträge: 3427
Wohnort: Kraichgau/Baden-Württemberg

BeitragVerfasst am: Mo Jul 26, 2010 1:03 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
Stutensee Spöck hat so eine Kultur und ich muß immer dran vorbei fahren, wenn ich zur Arbeit fahre Sad Spöck ist ein Pferdedorf - ich faß es einfach nicht, daß die Leute dort nicht auf die Barrikaden gehen!
Wunderschöne neue Obstbaumwiesen entlang einer neueren Stadtbahnstrecke und NUR JKK drauf!!
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Rosa
Stallbursche


Anmeldungsdatum: 19.03.2010
Beiträge: 175
Wohnort: 53347 Alfter

BeitragVerfasst am: Mo Jul 26, 2010 1:33 pm Beitrag speichern    Titel: Antworten mit Zitat

Stippi !!!!!!!!!!! ich bin entsetzt Shocked Shocked Shocked

Im Ernst, viele, selbst Pferdehalter kennen die Gafahr garnicht. Von dieser Weide wurde bis vor 2 Jahren noch Heu gemacht.

Ich habe am Wochenende wieder mit Essig gegossen, Teilweise nur Rosetten, die jetzt erst aufgegangen sind und Pflänzchen von 10 cm höhe, mit Blütenansatz.

Ich habe mal hochgerechnet. 1,5 Hecktar sind vollkommen frei von JKK.
Aber auf den restlicchen 2,5 Hecktar, aufgeteilt in 5 Weiden, habe ich rund 500 Pflanzen entfernt. Ende offen.

Panik ist nicht angebracht, aber wenn das JKK aussamt, werden die Probleme nicht weniger.
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Grüsse aus Alfter
Stephan
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